26.01.2024

Patientengeschichte - Interview mit Ing. David Ochsenbichler

Foto © HKZ Groß Gerungs: Melanie Laister (Marketing) und Ing. David Ochsenbichler

Patientengeschichte - Interview mit Ing. David Ochsenbichler

Jänner 2024 – Hr. Ing. Ochsenbichler verbringt gerade seinen ersten Rehabilitationsaufenthalt im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs. Persönliche Einblicke und Highlights aus seinem Aufenthalt in unserem Haus erhalten wir im Interview!

Herr Ing. Ochsenbichler, Sie verbringen gerade Ihre Rehabilitation im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs. Was ist der Grund für Ihre Reha-Maßnahme?

Bei einem geplanten Eingriff wegen Herzrhythmusstörungen ist ein Fehler passiert und mir wurde der linke Hauptstamm am Herz verschlossen. Nach der Operation musste ich reanimiert werden und im Anschluss wurde mir ein Stent gesetzt.

Danach hat das Krankenhaus gleich für mich den Antrag auf Rehabilitation gestellt und mir das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs empfohlen.

Das war bestimmt ein Schock. Was haben Sie sich von der Rehabilitation erwartet? Wie standen Sie dem Aufenthalt gegenüber?

Ja, damit hat niemand gerechnet. Das Wichtigste für mich war, wieder an Leistung zurückzugewinnen. Daher stand ich dem Aufenthalt sehr offen gegenüber, auch wenn dies der erste war und ich nicht wusste, was auf mich zukommen wird.

Hausansicht Winter

Wie haben Sie die Anreise und den ersten Tag in der Reha erlebt?

Die Anreise verlief problemlos. Durch die Unterlagen, welche ich vorab erhalten hatte, habe ich mich gut informiert gefühlt. Zudem fanden vor Anreise einige Telefonate statt, in denen ich meine Fragen stellen konnte. Im Haus wurde ich von den Mitarbeitern der Hotel-Reception freundlich aufgenommen und ausreichend informiert.

Haben Sie sich im Haus gleich gut zurechtgefunden?

Anfangs waren die vielen Gänge schon etwas verwirrend, aber es ist alles gut und verständlich beschriftet, da findet man sich schnell zurecht.

Eine wichtige Säule der Rehabilitation ist die Medizin. Wie empfinden Sie die medizinische Betreuung, fühlen Sie sich bei den ärztlichen Gesprächen gut aufgehoben?

Die Ärzte sind sehr kompetent und Spezialisten auf ihrem Gebiet, das spürt man. Zudem sind sie bemüht, alles verständlich zu erklären und auf die persönlichen Anliegen einzugehen.

Das Therapieprogramm setzt sich aus Bewegung, Ernährung und Entspannung zusammen. Welche Therapien stehen bei Ihnen am Programm, welche fallen Ihnen spontan ein?

Das Therapieprogramm ist sehr umfangreich, auf Anhieb fallen mir Therapeutisches Wandern, Einzelheilgymnastik, Koordinationstraining, Fahrradergometertraining und Atemtraining ein.

Nun bin ich neugierig, wie haben Sie die Bewegungstherapien erlebt?

Hier möchte ich vorab gleich ein großes Lob an die Therapeuten aussprechen. Sie sind bei jeder Therapie bestens vorbereitet und die Einheiten sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Die Therapien sind nicht zu anstrengend aber trotzdem ganz schön fordernd, damit bin ich sehr zufrieden.

Bewegungstherapie Gruppe

Vielen Dank für Ihre lobenden Worte, dies wissen unsere Therapeuten zu schätzen. Wie war die Ernährungstherapie für Sie?

Zu Beginn meines Aufenthalts gab es ein kurzes telefonisches Gespräch mit der Diätologin, bei dem ich unter anderem gefragt wurde, ob die Portionsgrößen für mich so in Ordnung sind.

Aus dem Ernährungsvortrag konnte ich auch viel für mich mitnehmen, danach weiß man wirklich, wie man sich ernähren sollte.

Besonders wichtig bei Herzerkrankungen ist, die Krankheit auch psychisch gut zu verarbeiten, hier setzt unser Team der Psychologie an. Wie haben Sie die psychologische Beratung und Behandlung erlebt?

Mein Psychologe ist ein sehr ruhiger und angenehmer Mensch, mit dem man gut reden kann und der auf meine persönlichen Probleme gut einging. Ich erhielt gute Ideen und Ratschläge, um zukünftig mit Problemen und Stresssituationen, die sich im beruflichen Alltag ergeben, besser umgehen zu können.

Noch kurz zu den Therapien, welche Therapie macht Ihnen am meisten Spaß?

Das Koordinationstraining, dies macht mit den abwechslungsreichen und lustigen Übungen wirklich immer Spaß und bringt Schwung in die ganze Gruppe.

In welcher Therapie haben Sie am meisten gelernt?

Es hört sich vielleicht etwas komisch an, aber beim Entspannungstraining habe ich am meisten gelernt. Die Technik dahinter, wie man sich bewusst entspannen kann, kannte ich vorher so nicht.

Nach einem stressigen und angespannten Arbeitstag hatte ich immer wieder das Bedürfnis, mich zu entspannen. Nun weiß ich, wie mir das gelingt und kann es auch zuhause umzusetzen.

Entspannungstraining

Gibt es eine Therapie, die Ihnen weniger Freude bereitet?

Da kann ich eigentlich keine nennen. Einzig die Unterwasserheilgymnastik fällt mir ein, da ich einfach keine „Wasserratte“ bin. Dies habe ich allerdings gleich bei der ärztlichen Aufnahme bekanntgegeben und deswegen wurde mir diese auch nie eingeteilt.

Auch immer eine interessante Frage für zukünftige Patienten, wie gefällt Ihnen Ihr Zimmer?

Ich habe ein Einzelzimmer, das inklusive Bad und WC sehr praktisch und trotzdem geräumig eingerichtet ist. Es ist alles da, was man braucht – vom Fernseher mit passenden Programmen über WLAN bis zur Dusche mit heißem Wasser.

Ich bin beruflich viel unterwegs und da habe ich schon viele unterschiedliche Zimmer gesehen. Da zähle ich eine Dusche, aus der sofort heißes Wasser kommt und einen Fernseher, bei dem ich Sender nicht lange suchen muss, definitiv zu Wohnkomfort.

Was unternehmen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich beschäftige mich mit meinem Laptop, lese oder löse Sudokus. Manchmal bin ich abends noch auf einer der beschilderten Wanderrouten rund ums Haus unterwegs. Gerne gehe ich auch mit meinen Tischkollegen ins Café, um zu plaudern und sich auszutauschen.

Das Essen ist immer ein großes Thema. Wie schmeckt es Ihnen?

Ich muss gestehen, ich bin nicht wählerisch. Mir schmeckt das Essen sehr gut. Am Anfang war die salzarme Kost etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich schnell darauf eingestellt. Hier im Haus sieht man, dass gesundes Essen auch sehr gut zubereitet sein kann und noch dazu regional und saisonal, das finde ich wirklich beeindruckend. Die Diätologinnen und das Küchen-Team leisten hier wirklich spitzen Arbeit.

Werden Sie das eine oder andere Gericht zuhause nachkochen?

Ich denke nicht, mein selbst gekochtes Essen würde niemand essen wollen ;)
Aber für meine Frau werde ich auf jeden Fall Rezepte mit nach Hause nehmen.

Nun noch meine Frage, was raten Sie Menschen, die jetzt auf Reha fahren?

Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist alles einfach und stressfrei gestaltet und auf persönliche Bedürfnisse wird eingegangen. Es tut nicht weh und es wird helfen!

Warum soll jemand ins Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs fahren? Welche drei Besonderheiten würden Sie nennen?

Da fällt mir vieles ein, aber besonders nennenswert sind die freundlichen Mitarbeiter, die schöne Waldviertler Gegend und das gute Essen.

Möchten Sie abschließend noch etwas sagen?

Das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs feierte voriges Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und das merkt man. Es ist durch und durch ein rundes Programm, perfekt aufgebaut und mit sehr viel Erfahrung auf die Patienten abgestimmt.

Vielen lieben Dank, besser hätte ich es nicht formulieren können.

Lieber Herr Ing. Ochsenbichler, ich bedanke mich herzlich für das spannende Gespräch und wünsche Ihnen im Namen des gesamten Teams alles Gute!

 

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