Pflegekongress Herzgesundheit am 19. Oktober 2018

"Vergiss mein nicht - Wenn die Spuren des Lebens verblassen!"

… lautet heuer das Thema beim 5. Pflegekongress im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs!

Zu diesem Themenbereich reflektieren und diskutieren Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 5. Pflegekongress!

Wir würden uns sehr freuen, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen zum Pflegekongress begrüßen zu dürfen!

DER PFLEGEKONGRESS IST BEREITS AUSGEBUCHT!

Anmeldung nur für die Warteliste möglich.

ANMELDUNG Pflegekongress

Rechnungsadresse
(falls abweichend von oben angeführter Adresse)


Teilnahmegebühr 49€ inkl. Verpflegung.


Was ist die Summe aus 3 und 7?

Unsere Referenten

Dr. Badawi Nagy-Roland
Dr. Badawi Nagy-Roland

 

Referat:
Demenz- der lange Abschied

Demenz- diese Diagnose löst bei Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen erschrecken aus. Eine verständliche Reaktion, denn die Krankheit berührt Menschen in seinem tiefsten Inneren, in seiner Persönlichkeit. Sie lässt die Vergangenheit verlöschen , zerstört die Orientierung in der Gegenwart und nimmt Zukunft. Kein Wunder, dass Demenz zu den gefürchtetsten Diagnosen überhaupt gehört. Aber Angst, Unwissenheit und Panik sind keine guten Ratgeber- auch nicht bei einer so schlimmen Erkrankung. Stattdessen sollte jeder, der mit ihr zu tun hat, möglichst viel darüber wissen. Denn es gibt bis heute zwar keine Heilung, aber mit moderner Medizin und liebevoller Betreuung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung deutlich aufhalten.

Prof. (FH) Dr. Patrick Simon
Prof. (FH) Dr. Patrick Simon

 

Referat:

„Musiktherapie bei Demenz – Möglichkeiten und Grenzen der beziehungsorientierten Musiktherapie bei der Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung“

Der fortschreitende Orientierungs- und Sprachverlust sowie die abnehmende Gedächtnisleistung dementiell Erkrankter führen letztlich zu deren sozialen Rückzug. Dies befeuert den unaufhaltsamen Krankheitsprozess und erhöht zunehmend das Leid der Betroffenen (Erkrankte und ihr Umfeld). Dieser Dynamik wirkt die Musiktherapie insbesondre durch die Förderung der zwischenmenschlichen Begegnung und das Aktivieren vorhandener Ressourcen entgegen. Wobei die im Einzel- und Gruppensetting arbeitenden Musiktherapeut*innen sich das emotionalisierende, verbindende, ordnende und erinnerungsauslösende Potential der Musik zunutze machen.

Zur Person:

Prof.(FH) Dr. med. univ. Patrick Simon

  • Arzt für Allgemeinmedizin
  • Musiktherapeut
  • Studiengangsleitung Musiktherapie, IMC Fachhochschule Krems
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Josef Ressel Zentrum für die Grundlegung einer personalisierten Musiktherapie, IMC Fachhochschule Krems
DSA Maria Reitner
DSA Maria Reitner

 

Referat:

Alzheimerurlaub in Bad Ischl – Unterstützung für Paare

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Eine Demenzerkrankung ist eine Krise für jede Paarbeziehung. Was wird aus der Beziehung wenn sich ein Partner durch die Erkrankung verändert? Wie können Paare trotzdem noch schöne Zeiten gemeinsam erleben und der gesunde Partner gleichzeitig Kraft tanken für die nicht immer einfache Aufgabe eine an Demenz erkrankte Person zu begleiten.

Seit mittlerweile 18 Jahren gibt es in Bad Ischl einen Urlaub für Paare, bei einen ein Partner an einer (Alzheimer) Demenz erkrankt ist. Maria Reitner, Dipl. Päd. (FH) stellt das Konzept des Alzheimerurlaubs in Bad Ischl vor und beschäftigt sich mit der Frage welche Unterstützung Paare brauchen, die sich durch eine Demenzerkrankung zwischen Ehe- und Pflegebeziehung hin und her bewegen.

Zur Person:

Maria Reitner
Dipl. Soz. Päd (FH)
Demenzservicestelle Bad Ischl
 

Meine Tätigkeit: Begleitung und Beratung von Angehörigen von Menschen mit Demenz in der Demenzservicestelle Bad Ischl und beim Alzheimerurlaub. 

 

Mag. Gabriele Erlach-Stickler, DGuKS
Mag. Gabriele Erlach-Stickler, DGuKS

 

Referat:
Begleitung von Menschen mit demenziellen Prozessen.
„Das Leben geht weiter, das Herz wird nicht dement.“

Zur Person:

Mag. Gabriele Erlach-Stickler, DGuKS

Pflegepädagogin
Praxisbegleiterin für Basale Stimulation in der Pflege©
Studium Pflegewissenschaften mit FK an der Universität Wien
Ausbildung in Mäeutik, Heilmassage, Klangschaltentherapie

 

Mag. (FH) Lisa Haderer
Mag. (FH) Lisa Haderer

 

Referat: "Die vielen Gesichter der Gewalt"


Gewalt ist ein großes Wort. Dass wir sie selbst anwenden, ist uns vielfach nicht bewusst. In unseren Worten aber auch in unseren Taten, in denen wir oft schwanken zwischen Macht und Ohnmacht; wenn wir beispielsweise jemanden „aus Zeitgründen“ ignorieren. Der Input von Mag. Lisa Haderer vermittelt einen Überblick über die verschiedenen Formen von Gewalt und beleuchtet Beispiele aus der Praxis und Möglichkeiten, das eigene Verhalten genauer zu reflektieren.

Zur Person:

Mag. (FH) Lisa Haderer
Teamleitung Pflegeanwaltschaft
NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft
  • Diplom der allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflege
  • Studium Gesundheitsmanagement
  • Mediatorin
  • Sterbe- und Trauerbegleiterin
  • Leitung Team Pflegeanwaltschaft bei der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft 

 

Karin Gailberger, BSc
Karin Gailberger, BSc

 

Referat:
Pflege Zuhause und was dann weiter, wenn das nicht mehr geht?

Zur Person:

Karin Gailberger, BSc

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson (allgemeine und die SAB-Psychiatrie-Ausbildung)

Weiterbildung zur Praxisanleiterin

Stationsleitung an der psychiatrischen Abteilung A2A in Baden

Dzt. Ausbildung zur MAS Trainerin (Abschluss im Juni 2018)

 

Andrea Stix
Andrea Stix

 

Referat:

MENSCHEN MIT DEMENZ VERSTEHEN UND BEGLEITEN


„Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern wo man verstanden
wird“ (Christian Morgenstern). Wer ein an Demenz erkranktes Familienmitglied
begleitet ist täglich mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert.
In meinem Vortrag gibt es viele praxisbewährte Tipps für pflegende und begleitende
Angehörige für einen optimalen Umgang mit Menschen mit Demenz.



Dr. Michael Halmich LL.M.
Dr. Michael Halmich LL.M.

 

Referat:
Juristische Aspekte bei der Betreuung von Personen mit Demenz

Die österreichische Rechtsordnung sichert den Bürgern sowohl eine Entscheidungs- als auch eine Bewegungsfreiheit ab. Als letztes Mittel sind Einschränkungen dieser Rechte nur dann zulässig, wenn eine psychisch / kognitiv beeinträchtigte Person sonst einer Gefahr ausgesetzt wäre. Und hier bedarf es eines sensiblen Vorgehens, um für angemessenen Schutz sorgen zu können. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, die jedem Gesundheitspersonal – vor allem in der Betreuung von demenziell erkrankten Personen – tagtäglich zukommt.

Im Rahmen dieses Referats soll ein Einblick in das neue Erwachsenenschutzrecht samt den dort verankerten Unterstützungs- und Vertretungsmodellen gegeben werden. Zudem wird der Einsatz von Freiheitsbeschränkungen in der Betreuung von Personen mit Demenz thematisiert und der dazugehörige Rechtsrahmen (Unterbringungsrecht, Heimaufenthaltsrecht) vorgestellt. Die Grundsätze dieser Rechtsbereiche lassen sich in zwei Aussagen zusammenfassen:

  • Soviel Eigenverantwortung wie möglich – soviel Unterstützung wie nötig.
  • Soviel Freiheit wie möglich – soviel Sicherheit wie nötig.

Zur Person:

Dr.iur. Michael Halmich LL.M.

  • Jurist
  • Vorsitzender der Österr. Gesellschaft für Ethik und Recht in der Notfallmedizin (ÖGERN)
  • Autor und Verleger bei Educa Verlag, Wien

www.halmich.at