Pflegekongress Herzgesundheit am 20. Oktober 2017

"Herzinsuffizienz - Wenn der Motor des Lebens stockt"

… lautete heuer das Thema beim 4. Pflegekongress im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs!

Zu diesem Themenbereich reflektierten und diskutierten Referentinnen und Referenten sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 4. Pflegekongress!

Wir würden uns sehr freuen, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen auch zu unserem nächsten Pflegekongress begrüßen zu dürfen!

 

Unsere Referenten

OA Dr. Klaus König
OA Dr. Klaus König

 

Referat:
Volkskrankheit Herzinsuffizienz: Kosten und Ursachen

Vortragsunterlagen: 
Herzinsuffizienz - OA Dr. Klaus König

 

Primarius Univ.-Doz. Dr. Sebastian Globits
Primarius Univ.-Doz. Dr. Sebastian Globits

 

Referat:
Diagnostik bei Herzschwäche

Herzinsuffizienz ist die gemeinsame Endstrecke von einer Vielzahl von strukturellen und funktionellen Störungen des Herzens. Der diagnostische Algorithmus richtet sich nach der Häufigkeit der auslösenden Ursache. Hier steht die koronare Herzerkrankung und die Hypertonie ganz im Fokus, die für ca. 70% aller Herzinsuffizienzfälle verantwortlich sind. Somit inkludiert die Basisabklärung bei allen Patienten mit fraglicher Herzinsuffizienz neben einer exakten Anamnese und einem klinisch physikalischem Status ein EKG in Ruhe (optional mit Belastung), eine Echokardiographie und eine Laboruntersuchung (vor allem Nierenwerte und BNP). Je nach vermuteter Ursache sind weitere Untersuchungen wie Herzkatheter, MRT, PET oder Myokardscan und ultimativ eine Herzmuskelbiopsie inkl. genetischer oder immunologischer Tests erforderlich.

Vortragsunterlagen: 
Diagnostik bei Herzschwäche - Primarius Univ.-Doz. Dr. Sebastian Globits

Primarius Univ.-Prof. Dr. Michael Hirschl, MSc.
Primarius Univ.-Prof. Dr. Michael Hirschl, MSc.

 

Referat:
Medikamentöse Behandlung und Gerätetherapie

Vortragsunterlagen:
Medikamentöse Behandlung und Gerätetherapie - Primarius Dr. Michael Hirschl

 

DGKP Evelin Maria Klopf, BSc.
DGKP Evelin Maria Klopf, BSc.

 

Referat:
"CORE" - Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz durch das interdisziplinäre Team

„CORE“ - Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz durch das interdisziplinäre Team Core ist eine internationale Fortbildungsinitiative zur Unterstützung von medizinischen Fachkräften, die in der Versorgung von Menschen mit Herzinsuffizienz an vorderster Front stehen. Es geht darum, durch Schulung des interdisziplinären Teams eine Steigerung des Bewusstseins im Umgang mit dieser Erkrankung zu erzielen. Eine nachhaltige positive Auswirkung auf die Lebensqualität von Menschen mit Herzinsuffizienz soll daraus resultieren. Durch die Vermittlung von aktuellem Wissen über Herzinsuffizienz soll die klinische Praxis verbessert und interdisziplinär eine optimale Versorgung gesichert werden. Klare Ziele werden vermittelt, die sich an Ergebnissen aus der jeweils erhobenen Bedarfsanalyse ergeben. Wissen kann an den individuellen Wissensstand angepasst werden. Vorstellung Konzept CORE, Zusammenhangsklärung von Bewusstseinsbildung und Erkennen der Notwendigkeit der Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen interdisziplinär und die Fähigkeit zu Selbstmanagement sowie Adhärenz auf Seite der Menschen mit Herzinsuffizienz mit dem Ziel der Steigerung der Lebensqualität werden in diesem Vortrag fokussiert.

Zur Person:

  • 1986-1990 Gesundheits- und Krankenpflegeschule Zwettl                                        
  • 1990-1995 LKH Zwettl Interne Abteilung                                                                       
  • seit 1995 Rehabilitationszentrum Herz und Kreislauf Gr Gerungs                                  
  • 2013-2016 Bachelor Studium “Advanced Nursing Practice” IMC FH Krems                       
  • seit 2016 Pflegeberatung Rehabilitationszentrum Herz und Kreislauf Gr Gerungs           
  • seit 2016 Landesmoderatorin CORE                                                                              
  • seit 2017 Nebenberuflich Lektorin FH St. Pölten Studiengang GUK/ Patientenedukation 

Vortragsunterlagen: 
"CORE" - Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz durch das interdisziplinäre Team

DGKP Ingrid Weywar
DGKP Ingrid Weywar

 

Referat:
Das Kremser Model - Telenursing

Vortragsunterlagen:
Das Kremser Model - Telenursing - DGKP Ingrid Weymar

DGKP Lucia Burger, MSc.
DGKP Lucia Burger, MSc.

Referat:
Herzinsuffizienz als palliative Diagnose

Eingangs werden kurz grundlegende Informationen über den Begriff der Palliative Care gegeben. Im Anschluss daran werden Fragen zum Thema aus dem Arbeitsalltag von Pflegenden aufgegriffen: Wer ist Palliativpatient/in und wer von den Betreuenden leistet Palliativarbeit? Wie und ab welchem Zeitpunkt erfolgt der Übergang von kurativer zu palliativer Vorgehensweise? Können auch Patienten mit Herzinsuffizienz von einem Palliativteam betreut werden? Diese Frage stellt sich oftmals in dem Glauben, dass hauptsächlich onkologische Patienten/innen dafür in Frage kommen. Hinzu kommt, dass die Einschätzung der Prognose dabei eine wichtige Rolle spielt. Der Vortrag kann keinesfalls einen Standard zur Beantwortung all dieser Fragen liefern, beinhaltet aber hilfreiche Informationen dazu. Zur besseren Veranschaulichung wird zum Abschluss ein Fallbeispiel vorgestellt.

Zur Person:

  • 1988: Diplom in Gesundheits- und Krankenpflege
  • 1988 bis 2008: Innere Medizin / kardiologische Überwachungseinheit
  • aktuelle Funktion, seit 2008: Palliativkonsiliardienst und Mobiles Palliativteam am Landesklinikum Zwettl
  • 2013: Abschluss Master in Palliative Care an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Salzburg

Vortragsunterlagen: 
Herzinsuffizienz als palliative Diagnose - DGKP Lucia Burger, MSc.

Dr. Michael Halmich LL.M.
Dr. Michael Halmich LL.M.

 

Referat:
Juristische und ethische Überlegungen zu Behandlungsentscheidungen

Medizinische und pflegerische Behandlungsmöglichkeiten werden ständig erweitert. Doch nicht immer ist alles Machbare zugleich auch sinnvoll für den Einzelnen. Im Rahmen des Referats werden die beiden Fundamente einer jeden Behandlung (Indikation, Übereinstimmung mit dem PatientInnenwillen) vorgestellt und aus rechtlicher und ethischer Perspektive beleuchtet. Vor allem in Lebensabschnitten, in denen Kranksein bzw. Sterben zum Thema wird, ist ein Schutz der PatientInnen besonders zu gewährleisten. Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Vorsorgedialoge sowie Notfallpläne mit  Antworten auf zentrale Fragen am Lebensende unterstützen dabei, einen individuellen Lebensweg festlegen zu können, sodass die Autonomie bis zuletzt gewährleistet werden kann.

Zur Person:

Dr. Michael Halmich LL.M.

  • Jurist
  • Vorsitzender der Österr. Gesellschaft für Ethik und Recht in der Notfallmedizin (ÖGERN)
  • Autor und Verleger bei Educa Verlag, Wien

www.halmich.at

Vortragsunterlagen: 
Juristische und ethische Überlegungen zu Behandlungsentscheidungen - Dr. Michael Halmich LL.M.

Rainer Sommergruber, BSc.
Rainer Sommergruber, BSc.

 

Referat:
"Die pflegerische Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Kunstherztherapie. Brücke zwischen Technik und Menschlichkeit."

  • Historischer Überblick über Kunstherzsysteme (mit Fokus auf Österreich)
  • Indikationen zur VAD Therapie
  • Was ist ein "Kunstherz"?
  • Überblick über die im AKH Wien derzeit gängigen Kunstherzsysteme
  • Troubleshooting - Was muss ich als Pflegeperson zur Betreuung von Kunstherzpatientinnen und -patienten wissen?
  • Kunstherz und Intensivpflege
  • Rehabilitation nach Kunstherzimplantation

Zur Person:

Derzeit ist Herr Sommergruber, Bsc. als Lehrer für Gesundheits- und Krankenpflege an der "Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Wilhelminenspital" tätig.

Vortragsunterlagen: 
Die pflegerische Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Kunstherztherapie - Rainer Sommergruber, BSc.