Radfahren und seine positive Wirkungsweise (TEIL 1)

Bevor man mit dem Radfahren startet, ist es ratsam, dem Rad ein umfassendes Service zu gönnen. Das Wichtigste ist, dass die Bremsen funktionstüchtig sind. Luft muss in die Reifen und das Rad sollte gereinigt sein. Die Mäntel und Schläuche müssen vielleicht gewechselt und Gänge neu eingestellt werden etc. Der sicherste und einfachste Weg ist, das Service von Fachleuten durchführen zu lassen.   

Ist dies erledigt, dann steht der ersten Ausfahrt nichts mehr im Wege. Aber was bringt das Radfahren eigentlich? Zahlt es sich aus, Zeit in diese Sportart zu investieren? Einige Beispiele positiver Effekte:

  • Gesundheitlicher Nutzen (primäres Ziel)
  • Trainingseffekt (systematischer körperlicher Leistungsaufbau)
  • Mentale Stärkung
  • Sozialer Komponente (gemeinsames Radfahren in der Gruppe)
  • Freude & Spaß
  • Natur erleben
  • Umweltschonendes Bewegungsmittel

Gesundheitlicher Nutzen

  • Stärkung des Herz-Kreislaufsystems
  • Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz in Ruhe und auf submaximaler Intensität
  • Stärkt das Immunsystem
  • Wirkt stressreduzierend
  • Verbessertes Schlafverhalten
  • Verbesserte Gelenkstabilität
  • Verbessert die Koordination
    • Gleichgewichtsfähigkeit (Voraussetzung für sicheres Radfahren)
    • Reaktionsfähigkeit (z.B. akustische/visuelle Reize wie etwa Hupe etc.)
    • Orientierungsfähigkeit (Navigieren unbekannter Routen)
    • Differenzierungsfähigkeit (z.B. Fahrverhalten auf unterschiedlichem Terrain)
    • Umschaltfähigkeit (z.B. Stadtverkehr: Geschwindigkeitsänderungen, Ausweichmanöver etc.)
    • Rhythmisierungsfähigkeit (runder Tritt – flüssiger Tretzyklus)
    • Antizipationsfähigkeit (vorwegnehmen möglicher unmittelbar bevorstehender Bewegungsabläufe)
  • Ausbau und Stabilisierung der Ausdauerleistungsfähigkeit
    • Verbesserung des Bluttransportsystems
      • Stärkung der Herzmuskulatur (Sauerstofftransport & -nutzung)
      • Ausbau des Blutgefäßsystems (Sauerstofftransport)
      • Ausbau des Blutverwertungssystems (Sauerstoffnutzung in der Arbeitsmuskulatur)
    • Ausbau und Stabilisierung der Beinkraft
      • Oberschenkelmuskulatur (Vorder-und Rückseite)
      • Wadenmuskulatur
      • Hüftmuskulatur
      • Gesäßmuskulatur
    • Wirkt sich positiv auf den Zucker-und Cholesterinhaushalt aus
    • Gewichtsreduktion (langfristiger Prozess)

….und vieles mehr!

Mag. Martin Miehl, Sportwissenschafter
Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs

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