Bewegung ist die beste Medizin

Die meiste Zeit verbringen wir heutzutage sitzend. Wir setzen uns zum Frühstück, wir setzen uns ins Auto, wir sitzen in der Arbeit, wir setzen uns zum Abendessen und dann sitzen wir vor dem Fernseher. Man kann sagen, vor zehntausend Jahren ist der Mensch sesshaft geworden, in den letzten hundert Jahren ist er sitzend geworden. Diese Lebensweise hat aber eine Reihe negativer Nebenwirkungen, die im Vergleich zu körperlich aktiven Menschen sichtbar werden.

In einer kalifornischen Studie, die über 21 Jahre lief, hat man die Mitglieder eines Laufklubs, die immer wieder auch an Marathons teilnahmen, verglichen mit gesunden Mitarbeitern der Universität Stanford, die keinen Sport betrieben. Bezüglich Beweglichkeit im Alltag war der Unterschied mit 50 Jahren noch nicht sehr groß. Der Alterungsprozess verlief aber bei den Bewegungsmuffeln um einiges schneller. Nach 20 Jahren waren die inzwischen siebzigjährigen Läufer noch so fit wie 59-jährige Nichtsportler. Auch die Lebenserwartung lag in der Gruppe der Sportler deutlich höher. Bei ihnen waren zu Studienende 15 Prozent der Teilnehmer gestorben, während bei den Nichtsportlern schon 34 Prozent  nicht mehr am Leben waren. Bei allen Todesursachen lagen die Sportler deutlich unter den Nichtsportlern. Besonders dürfte der Sport das Immunsystem der Sportler gestärkt haben. Bei ihnen ist nur einer an einer Infektion gestorben und keiner an einer Lungenentzündung. Bei den Nichtsportlern starben fünfzehn an einer Infektion, davon neun an einer Lungenentzündung.

Damit ist bewiesen: Bewegung ist die beste Medizin.

Mag. Alexander Urtz aus dem Buch: Trauma Herzinfarkt, Die psychische Bewältigung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

0507.2018 HKZ Groß Gerungs

Buch Trauma Herzinfarkt

Foto: HKZGG