Gesundheitstipps
| 01.04.2012 | | Bewegung im Frühjahr |
Regelmäßige Bewegung ist einer der Stützpfeiler eines gesunden Lebens. Besonders wenn man Probleme im Herz-Kreislauf-Bereich hat, kann Bewegung das Fortschreiten von Erkrankungen deutlich beeinflussen und das Leben auch nachweislich verlängern. Hier spricht man allerdings nicht von Sport, sondern von Trainingstherapie. Dies bedeutet, dass man eine Bewegungstherapie quasi als Medikament vorschreibt. Es ist extrem wichtig, hier zwischen Sport und Trainingstherapie zu unterscheiden, da unkontrollierte Sportausübung für solche Patienten oft negative Folgen haben kann.
Wenn die Temperaturen wieder wärmer werden, erwacht auch wieder der Bewegungsdrang. Durch eine Belastungsuntersuchung, z. B. am Fahrrad, sollte man seinen Ist-Status erheben und danach eine individuelle Trainingstherapie gestalten lassen. Somit erlangt man einerseits die Sicherheit, sich nicht im potentiell gefährlichen Bereich zu belasten und erzielt andererseits den vollen Gesundheitseffekt sinnvoller Trainingstherapie. In der Regel sollte man Ausdauersportarten vorzeihen, wobei man besonders im fortschreitenden Lebensalter nicht darauf vergessen sollte, einfache Übungen für die Kräftigung der Muskulatur durchzuführen.
Wenn die Sonne wieder mehr scheint und die Tage länger werden, bekommt man als zusätzlichen Turbo einen Schub Licht, der den Körper zusätzlich stimuliert und die Geister anregt. Gerade wenn man Herz-Kreislauf-Probleme hat, ist Licht in Kombination mit sinnvoller Bewegungstherapie nicht nur für das Wohlbefinden sehr bedeutend, sondern auch für die Lebensdauer.
Ein wesentlicher Faktor ist, dass Bewegung Spaß machen soll. Dies gelingt natürlich professionell vermittelt angstfreier und wird dadurch auch eher durchgeführt.
Tipp von Prim. Dr. Elmar Wiesinger,
ärztlicher Leiter im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs.
| 27.03.2012 | | Schauen Sie auf Ihr Herz |
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in der westlichen industrialisierten Welt nach wie vor den ersten Platz der Todesursachen. Ein Großteil der Risikofaktoren ist beeinflussbar – durch einen bewussten Lebensstil kann man durchaus Jahre bis Jahrzehnte seines Lebens retten.
Chirurgische und invasive kardiologische Maßnahmen – mit Ausnahme der Herzklappenerkrankungen – sind in erster Linie symptombezogen wirksam, haben jedoch in der Lebensverlängerung eher geringere Bedeutung.
Vielmehr sind es die Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, permanenter körperlicher und seelischer Stress sowie ein erhöhter Blutdruck meist verbunden mit Übergewicht und Diabetes mellitus, die unsere Gesundheit negativ beeinflussen und eine Herz-Kreislauf-Erkrankung fördern können.
Erste Schritte und Präventivmaßnahmen um Herzerkrankungen vorzubeugen sind schnell gesetzt: Reduktion des Nikotin- und Alkoholkonsums, regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung.
Auch bei bestehenden Herzerkrankungen sind dies die Eckpfeiler für eine Verlängerung der Lebenszeit und Optimierung der Lebensqualität. Besonders sportliche Aktivität kann das Fortschreiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen.
Das Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit Erkrankungen rund um das Herz und behandelt im Jahr ca. 4.600 PatientInnen sehr erfolgreich.
Tipp von Prim. Dr. Elmar Wiesinger,
ärztlicher Leiter im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs
| 01.01.2012 | | Sport ist gesund |
Diese Weisheit wird leider nur zu oft völlig unkritisch in den Raum gestellt. Insbesondere in der kalten Jahreszeit sollte man bei vorbestehenden Problemen am Herz-Kreislaufsystem einiges beachten. In Wirklichkeit ist es nicht Sport, der als gesund zu bezeichnen ist, sondern der individuelle Zustand adaptierter Trainingstherapie.
Besonders die kalten Temperaturen können schon mittlere Belastungen ein zusätzlicher Faktor sein, um unvorhersehbare Probleme hervorzurufen. Man sollte daher neben einer suffizienten Kleidung, am besten im Zwiebelschalenprinzip, bei sehr kalten Temperaturen eher etwas zurückschalten.
Übrigens: Vorsicht auch beim Aufwärmen. Generell ist für alle Menschen mit bestehenden Herz-Kreislaufproblemen oder mit Medikamenten, die einen Eingriff im Bereich des Regulationssystems des Körpers ausüben, eine langsame Temperaturadaptierung zu empfehlen. Alles was sehr schnell Körpertemperatur abändert, kann zu Kreislaufstörungen führen und ist daher mit Vorsicht zu genießen.
Im Einzelfall ist es immer ratsam, sich ein Rezept für Trainingstherapie zu holen und bezüglich diverser Sportarten eine fachlich geeignete Instanz zu befragen. Ungezielt unkontrolliert Sport als gesund zu bezeichnen und zu betreiben, sollte man als Mensch mit Herz-Kreislaufproblemen meiden.
Tipp von Prim. Dr. Elmar Wiesinger,
ärztlicher Leiter im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs.






