Ernährungstipps
| 01.04.2012 | | Brennnessel |
Die Brennnessel kommt weltweit beinahe in allen Ländern vor. Vier Arten davon sind in Mitteleuropa heimisch: Die große Brennnessel, die kleine Brennnessel, die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel. Sie wächst, je nach Art, als krautige Pflanze, manchmal auch als Halbstrauch. Stängel und Blätter der Brennnessel sind mit Brenn- und Borstenhaaren besetzt, die bei Berührung zu schmerzhaften Schwellungen führen. Abhängig von Standort und Qualität des Bodens, wird sie zwischen 10 cm und 3 m hoch.
Der Einsatzbereich der großen Brennnessel ist sehr breit gefächert. Als Lebensmittel verwendbar, sind alle grünen Teile der Pflanze, die unterirdischen Pflanzenteile und die Samen. Die jungen Triebe werden als Frühjahrsgemüse verwendet und aufgrund ihres leicht säuerlichen Geschmackes sehr geschätzt. Die Brennnessel hat ihren guten Ruf durch die zahlreichen positiven Eigenschaften, die ihr nachgesagt werden. So soll sie unter anderem appetitanregend, harntreibend, stoffwechselanregend, schleimlösend und entgiftend wirken. Des Weiteren ist sie reich an Flavonoiden, Magnesium, Kalzium, Silizium, Eisen, Vitamin A und C. Außerdem soll sie als Heilpflanze gegen Rheuma, Arthritis und Durchfall wirken.
Der Geschmack der Brennnessel ist am stärksten in den obersten 20 cm der jungen Pflanzen oder in den Triebspitzen bei größeren Pflanzen. Typischerweise werden Brennnessel als Spinat, Suppe oder roh als Salat serviert. Durch das blanchieren beziehungsweise das Salatdressing werden die Brennhaare zerstört. Eine weitere Möglichkeit wäre die Brennnesseln zu trocknen und als Tee aufzugießen. In Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden und Österreich werden sie auch als Zutat für Brennnesselkäse verwendet.
Langjährige Bräuche bei denen Brennnessel eine Rolle spielen, sind beispielsweise das Brennnesselgemüse am Gründonnerstag und Brennnesselkuchen am Neujahrstag, um sich ein gutes Jahr zu sichern.
| 01.01.2012 | | Birne |
Die Birne (Pyrus communis) ist ein Kernobstgewächs. Wie der Apfel gehört sie zur Familie der Rosengewächse. Birnenbäume werden sowohl als Obstbäume, als auch zur Zierde angepflanzt.
Bereits im 17. Jhd. waren 300 Birnensorten in Frankreich bekannt. Heutzutage kennt man weltweit ca. 5000 verschiedene Birnensorten, wobei nicht alle als Speisebirne verwendet werden. Es gibt Birnensorten die ausschließlich zur Schnaps-, Likör- und Kompottherstellung dienen. Die Birne ist weit verbreitet. Ihr Anbaugebiet streckt sich von Nordafrika über Europa bis nach West- und Ostasien. Bei uns erhältlich sind vor allem die Sorten: Williams Birne, Kaiser Alexander, Clapps Liebling und Abate Fetel.
Die Frucht ist typisch birnenförmig. Abhängig von der Sorte kann sie zwischen 6 und 9 cm lang werden und zwischen 120 und 200 g schwer sein. Ihre Fruchtfleischfarbe ist weiß bis gelblich-grün. Die Schalenfarbe ist sehr unterschiedlich, es gibt grünlich-gelbe bis zimtbraune Sorten, meistens ist die Birne auf der Sonnenseite rot gefärbt. Die Schale ist sehr empfindlich und dünn, daher ist die Lagerung schwierig.
Frühe Sorten werden Anfang September geerntet, die Erntezeit von späten Sorten ist im Jänner. Eine längere Haltbarkeit wird erzielt, wenn Birnen unreif gepflückt werden. Bis zum Verkauf werden sie kühl gelagert und reifen dabei nach. Dadurch sind Birnen bis zu einem Monat lagerfähig.
Die Birne liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe, sie ist reich an Vitamin A, Vitamin B und Vitamin C. Ebenso ist sie Quelle für Zink, Kupfer, Schwefel, Jod, Magnesium, Kalium und Eisen. Beachtlich ist auch der Ballaststoffgehalt von 3,3 g pro 100 g. Damit ist die Birne ballaststoffreicher als der Apfel und besonders gut für unsere Verdauung. Mit nur 55 kcal pro 100 g ist die Birne ein optimaler Vitaminlieferant.
Birnen können sowohl roh oder gekocht verzehrt werden und schmecken auch getrocknet als Birnenchips hervorragend. Der Birnensaft ist bei unseren Kindern natürlich sehr beliebt. Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass geschnittene rohe Birnen mit etwas Zitronensaft beträufelt werden, da sie sich sonst braun verfärben. Durch ihr süßes Aroma ist sie besonders gut für Mehlspeisen und süße Aufläufe geeignet.






