Ernährungstipps Archiv

01.10.2011 | Maisgrieß      

Maispflanzen, die in Österreich wachsen, werden etwa 2 bis 2,5 Meter hoch. Die männlichen Blüten bilden eine Rispe, die weiblichen Blüten reifen zu den Maiskolben heran. Obwohl jede Maispflanze mehrere weibliche Blütenansätze hat, bilden sich nicht mehr als zwei Kolben pro Pflanze voll aus, wobei ein Kolben bis zu 400 Körner tragen kann.

Die ausgereiften Körner sind im Allgemeinen goldgelb. Es gibt jedoch auch Sorten mit blassroten Körnern, diese besitzen allerdings nur die Hälfte des Zuckergehaltes ihrer gelben Verwandten.

Man schätzt, dass etwa 50 verschiedene Maissorten existieren, welche bestimmte Eigenschaften und Körnergrößen aufweisen.

Maisgrieß ist ein Getreideerzeugnis, das bei der Vermahlung von Mais entsteht. Es besteht aus Schalen und Maiskeimen. Im Allgemeinen ist das runde, glasige Korn (Plata-Mais) günstiger für die Herstellung von Maisgrieß als der weiche, mehlige Zahn-Mais.

Je nach Ausmahlgrad unterscheidet man zwischen feinem, mittlerem und groben Grieß. Ursprünglich war er ein Arme-Leute-Essen der arbeitenden Bevölkerung, da es günstig war, gut sättigt und viel Energie liefert. Heutzutage bietet man Polenta in den besten Lokalen an.

Mais besticht durch seine günstige Zusammensetzung aus Kohlenhydraten (mit einem hohen Ballaststoffgehalt), Eiweiß und Fett und ist besonders reich an Vitaminen, vor allem B-Vitamine und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Kalzium, Kieselsäure und die Spurenelemente Selen und Zink.

Maisgrieß wird hauptsächlich zur Zubereitung des italienischen Nationalgerichtes „Polenta“ verwendet. In unseren Breitengraden wird Maisgrieß selbst als Polenta bezeichnet – in Wirklichkeit ist aber Polenta ein Maisbrei, den man mit Zutaten verfeinern kann. Klassische Beimengungen sind Parmesan und Butter, möglich sind alle Variationen von Gemüsesoßen bis Fleischsugos.

Polenta wird als Beilage zu Braten, Ragouts, Eintöpfen und Gulasch serviert, findet Verwendung als Suppeneinlage, Knödel und in der Mehlspeisküche.

Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, dass man den Maisgrieß langsam in die Kochflüssigkeit einrieseln lässt und dabei gut umrührt, damit keine Klumpen entstehen und der Grieß nicht anbrennt.

01.09.2011 | Hören Sie auf Ihr Herz - Auswahl der richtigen Fette      

Fehl- und auch Überernährung sind mitunter Ursachen für Herz-Kreislauferkrankungen, die nicht unterschätzt werden dürfen. Die Rolle der Blutfette beispielsweise ist wissenschaftlich gut erforscht und es existieren dafür allgemein gültige Richtlinien.

Die Devise lautet: Qualität vor Quantität!
Im Rahmen der Ernährungstherapie spielt nicht alleine die zugeführte Fettmenge sondern die richtige Auswahl der Fette eine wesentliche Rolle. Gute Qualität definiert sich über einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und damit sehr geringen Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Verwenden Sie daher in der Praxis tgl. etwa 2 EL Öl zum Kochen anstelle von Schmalz, Butter, Kokos- und Frittierfetten.

Nicht nur gesättigte Fettsäuren beeinflussen unseren Cholesterinspiegel negativ auch Transfettsäuren tragen zur Entstehung von Ablagerungen in unseren Gefäßen bei. Daher gilt es besonders fettreiche Fertigprodukte (z. B. Vorgebackenes) zu vermeiden und darauf zu achten, Fette nicht zu hoch zu erhitzen, da auch dabei Transfettsäuren gebildet werden.

Damit Sie wissen, was auf Ihrem Teller landet, versuchen Sie nach Möglichkeit selbst zu kochen und achten Sie darauf, dass das verwendete Öl nicht zu „rauchen“ beginnt. Außerdem sollten Sie generell davon absehen Fette und Öle mehrfach zu verwenden.

Ein weiterer Beitrag zur herzgesunden Ernährung ist der Fisch. Auf Grund seines hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren, wirkt er sich positiv auf die Ablagerungsneigung in unseren Gefäßen aus.

Tipp von Andrea Bregesbauer,
Diätologin im Herz-Kreislauf-Zentrum Groß Gerungs.

01.07.2011 | Mohn      

Der Mohn zählt zu den ältesten europäischen Kulturpflanzen und wurde schon im 13. Jahrhundert im Waldviertel angebaut. Er bevorzugt einen sandigen und leicht durchlässigen Boden, liebt viele Sonnentage und die kühlen Waldviertler Nächte. Er blüht in leuchtenden Farben, die je nach Art weiß, violett, orange oder rot sein können. Aus der Blüte bilden sich Kapseln, in denen sich die Mohnsamen befinden.


Nach der Farbe der Samen unterscheidet man weißen, blauen oder grauen Mohn. Die kleinen Mohnsamen haben ein nussiges Aroma und enthalten ca. 50 % Öl mit einem hohen Anteil der lebenswichtigen Linolsäure. Linolsäure ist eine essentielle Fettsäure und zählt zu den Omega-6-Fettsäuren. Linolsäure kann vom Körper selbst nicht gebildet werden und muss somit über die Nahrung zugeführt werden. Weiters ist Mohn reich an Magnesium, Eisen, Zink sowie an Vitamin B1 und Biotin.


Durch den hohen Öl-Gehalt eignen sich die Samen hervorragend zur Erzeugung von Speiseöl. Für einen Liter benötigt man ca. 3 - 3,5 kg Samen. Das Waldviertler Mohnöl, auch Olivenöl des Nordens genannt, gehört zu den besonders hochwertigen Speiseölen. Es wird kalt gepresst und ist mit seinem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren ausgesprochen gesund. Dieses kalt gepresste Öl eignet sich sehr gut für Rohkost und Salate, man kann damit aber auch Soßen, Suppen oder Nudelgerichte verfeinern.


Heute findet ein großer Teil des Mohns in Form von Samen in der traditionellen österreichischen Küche Verwendung. Ob pikant für Brot, Gebäck oder Fisch oder verarbeitet in Süßspeisen ist der Mohn sehr vielseitig in der Küche einsetzbar. Bekannt dafür sind die sogenannten „Waldviertler Mohnzelten“.


Was die Lagerung betrifft, ist Mohn ein heikles Lebensmittel. Durch den hohen Fettgehalt wird er leicht ranzig. Ganze Samen bleiben etwa ein Jahr haltbar, gemahlener Mohn sollte schnell verbraucht werden. Einfrieren ist eine gute Methode, um gemahlenen Mohn länger haltbar zu machen.